Foursquare wächst viel stärker als Gowalla

Posted on 08. Jul, 2010 by Sebastian Keil in Werkzeug/ Spielzeug

Weiter im Text. Ein Team von RJMetrics hat für Techcrunch anhand der APIs mal unter die Haube geschaut, statistisch gesehen. Die genauen Zahlen sollte man sich mal anschauen, in Kürze: Foursquare ist in, Gowalla eher nicht. Beide Firmen wachsen, Foursquare allerdings in einer anderen Dimension, 75% mehr neue User/Tag als Gowalla. Das ist schon eine Hausnummer. Nach wie vor haben beide aus geschäftlicher Sicht ihre Vorteile, die Erfahrung zeigt uns aber, dass sich derjenige durchsetzt, der die meisten User hat.

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Check-Out, Geofencing und Automatisierung

Posted on 29. Jun, 2010 by Sebastian Keil in Werkzeug/ Spielzeug

Wer die “Serie” über Foursquare und Gowalla bisher interessiert verfolgt hat, den wird vermutlich ein aktueller Artikel auf netzwertig.com interessieren, der unter der Überschrift “Das Social Web wird ortsbezogen” aktuelle Ereignisse wie z. B. die Veröffentlichung des iOS4 und die damit verbundene Möglichkeit, Apps im Hintergrund laufen zu lassen, und Location Based Services zusammen bringt. Insbesondere das Thema Geofencing ist erwähnenswert:

Die Technologie, mit der sich dies bewerkstelligen lassen könnte, heißt Geofencing, wörtlich übersetzt “Geoumzäunung”. Geofencing teilt Koordinatenbereiche in Zellen ein und ermöglicht bei Mobiltelefonen automatische Benachrichtigung und Aktionen, sofern Anwender eine Zelle betreten oder verlassen.

Hier noch mal der Link zur Leseempfehlung.

Gowalla und Foursquare: Bestandsaufnahme

Posted on 07. Jun, 2010 by Sebastian Keil in Werkzeug/ Spielzeug

Inzwischen (Erster Post, 3-Monats-Update) sind 9 Monate vergangen, seitdem Gowalla und Foursquare den deutschen LBS-Markt betreten haben. Und an mir selbst kann ich eine gewisse Müdigkeit erkennen – eingecheckt wird vor allem wenn es etwas Besonderes ist, besonderer Ort oder Anlass. Nicht jeder Ort wird per iPhone begrüßt, stattdessen wie eigentlich normal Freunde per Umarmung oder Handschlag.

Insbesondere die persönliche seltene Nutzung von Gowalla mache ich an Veränderungen im Programm fest. Ich denke weiterhin, dass Gowalla für Sammler und Foursquare für Jäger ist, allerdings ist Gowalla längst nicht mehr so spendabel mit neuen Items die man finden kann. Dadurch kann man weniger Gegenstände in den Safe legen und noch weniger Orte “founden”. Die zur SXSW vorgestellten neuen Features wie “Fotos einem Ort zu weisen” und “Nachrichten schicken” fand ich hervorragend, nutze sie jedoch in der Praxis höchst selten. Darüber hinaus ist unklar, wie ich als Unternehmen mit Gowalla ins Geschäft kommen kann. Mails an Gowalla diesbezüglich blieben bisher unbeantwortet und darin liegt natürlich ein Schwachpunkt.

Denn der direkte Konkurrent Foursquare ist punkte B2B-Aktionen gefühlt zehn Schritte weiter. Auf der Webseite gibt es einen klaren Mechanismus, wie ich als Unternehmen vorgehen muss, um eine Aktion für mein Unternehmen einzurichten. Vodafone hat das vorgemacht, aktuell belohnt Vapiano die Mayors mit einem kostenlosen Kaffee. Wie wird es nun weitergehen? Wird die Nutzung abnehmen, sobald Qype und/oder Facebook das Einchecken übernehmen? Mein Gefühlt sagt mir, dass abgesehen von Geeks und Marketing-Kollegen (oder beidem) die Verbreitung der Services im homöopathischen Bereich ist und eine Übernahme durch Gelbe Seiten oder ähnliche Firmen steht nun auch nicht bevor.

Wir sehen uns in drei Monaten wieder.

3 Monate später: Foursquare oder Gowalla

Posted on 21. Jan, 2010 by Sebastian Keil in Werkzeug/ Spielzeug

Knapp drei Monate ist es her, da schrieb ich diesen ersten Bericht über Gowalla. Überhaupt, schaut man sich dieses Blog an, habe ich mich wohl recht viel mit Gowalla beschäftigt. Den heutigen augenzwinkernden und natürlich auch -öffnenden Artikel von Olaf Kolbrück will ich mal zum Anlass nehmen, zurück zu blicken (via @csommer).

Ich bin einer dieser wimpelsammelnden Männer. Ja, an vielen Orten logge ich mich sogar bei beiden Services ein, allerdings weiß ich nicht, wie lange noch… Eine lose Sammlung von Eindrücken:
Gowalla nutzen zu wenige Menschen intensiv, damit es Spaß wird
Hauptziel ist zurzeit lediglich, fehlende Items zu finden
Bei Foursquare nervt die Penetranz einiger Anfrager – wie oft muss ich “ignore” auswählen, bis es jemand begreift, dass ich nicht jedem meinen Ort zeigen möchte?
Bei beiden Programmen wünsche ich mir eine “Tweet now”-Funktion: Wenn ich sehe, dass Olaf gerade in Hamburg ankommt, möchte ich ihm gleich einen Tweet schicken können, nicht erst die App wechseln
Nach nun drei Monaten ist das persönliche Umfeld abgesteckt, man loggt nur wenige neue Orte, insbesondere bei Gowalla mindert das den Spaßfaktor
Wie kann ich bei Gowalla kommerziell mitmachen? Bisher wurden meine Emails nicht beantwortet…

Ich bleibe dabei, dass es für Unternehmen (insbesondere das Kaffee um die Ecke) Sinn macht, zumindest den eigenen Standort einzupflegen (siehe hierzu auch Markus Breuer).

Abgesehen davon ist zurzeit Foursquare spannender, weil einfach mehr meiner Freunde und Bekannte aktiv “mitspielen”.

Hier noch ein Video von Kevin Rose über location-based-Services im Allgemeinen und Foursquare und Gowalla im Speziellen:

Wo bin ich? Ortsbasierte Angebote Teil 1: Gowalla

Posted on 07. Oct, 2009 by Sebastian Keil in Werkzeug/ Spielzeug

Immer mehr Handys verfügen über GPS, also die Möglichkeit, den genauen Aufenthaltsort zu bestimmen und z.B. für eine Software zur Verfügung zu stellen. Und selbst ohne GPS können Handys (über die Netzzellen) einigermaßen genau darüber Aufschluss geben, wo der Nutzer gerade ist. Services und Angebote die darauf aufbauen heißen location-based Services, ich nenne dies ortsbasierte Angebote.

Nun gibt es einige Applikationen für das iPhone, die diese Technologie Nutzen, ich möchte zunächst mal auf Gowalla blicken, ein Programm, dass wir auch schon in einer Folge des Kanal 14 Podcasts betrachtet haben. Gowalla deshalb, weil man es im Gegensatz zum direkten Konkurrenten Foursquare in Deutschland bereits nutzen kann. Webseite und iPhone-Applikation sind kostenfrei.

1. Funktion
Gowalla liefert das, was Plazes vor zwei Jahren hätte werden müssen: Eine Übersicht von “Plätzen”, z. B. Kaffees, Schulen, Museen, etc. mit denen man in Interaktion treten kann.
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Ist man als erster dort, kann man sie “claimen” und “founden”.
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Man kann “einchecken” und Dinge aus seiner virtuellen Tasche ablegen und andere dafür einstecken. Man kann sehen, wer auch schon da war, wann und wie oft. Man sammelt Stempel im virtuellen “Passport” und “Pins”, also Abzeichen für z.B. 10 gegründete Ort.
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2. Pluspunkte
Ich finde zwei Dinge hervorragend. Zum einen das Management von Freunden. Man kann diese entweder über Twitter oder über Facebook suchen. Wenn es Übereinstimmungen gibt, d.h. ein neuer Twitter-Follower Gowalla nutzt, man dort aber noch nicht befreundet ist, bekommt man diesen Screen.
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Beeindruckenderweise funktioniert dies in Millisekunden, ich kann also 10 Menschen in 2 Sekunden hinzufügen und meine “Spielerfahrung” wird vom Programm nicht gehemmt.

Der zweite Grund warum ich Gowalla gelungen finde ist das Spiel mit den “Items”, den Gegenständen in meiner Tasche.
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Wenn ich mich geschickt anstelle, kann diese Nuss durch alle meine Orte wandern. Weiter gedacht reisen diese “Items” um die ganze Welt. Dinge, die ich nicht mehr hergeben möchte kann ich den Safe, den “Vault” legen.

3. Was bedeutet dies für die Kommunikation?
Zum jetztigen Zeitpunkt, also noch mitten im “Landgrab”, würde ich jedem Gastro-Unternehmen raten, mit Gowalla rumzuspielen und sei es nur, um das eigene Geschäft einzutragen. Natürlich, zum jetzigen Zeitpunkt ist die Nutzergruppe noch verschwindend gering, aber so etwas kann sich ja bekanntlich schnell ändern. Und dann geht man vielleicht mal zu dem Laden, der schon online ist.

Weitaus spannender finde ich aber den Gedanken, als Unternehmen mit Gowalla zu kooperieren und eigene “Corporate Items” in Umlauf zu bringen. Aus meiner Sicht auch ein tolles Geschäftsmodell, denn man kann hier wunderbar nach Interaktionen abrechnen. Ich könnte also ein Cola-Flasche bekommen und woanders wieder ablegen. Wo auch immer sie sich befindet, die Flasche würde sichtbar sein. Extrapunkte für Cola, wenn die Flasche im Safe landet.