Werbung oder verkaufsfördernde Mittel – NikeiD iPhone App
Posted on 02. Feb, 2010 by Sebastian Keil in iPhone Apps, strategisch relevant
Es gibt ja verschiedene Formen von Werbung und vor allem verschieden Absichten dahinter, Werbung zu schalten. Imagewerbung, Produktwerbung etc. Letztendlich zählt für viele Unternehmen jedoch nur eins: Irgendwie muss die Werbung umsatzfördernd sein. Aus diesem Grund wird oft der Begriff ROI, Return on Investment, zur Evaluation der Maßnahmen hinzugezogen. Lange Vorrede, kurzer Sinn: Im folgenden möchte ich ein aktuelles Beispiel zeigen welches belegen soll, wie Abverkauf heute auch generiert werden kann und ob/welche Folgen dies für “klassische” Werbung wie Anzeigen in Magazinen haben könnte.
Nike bietet ja seit einiger Zeit die Möglichkeit, sich Schuhe nach eigenen Vorstellungen zusammen zu stellen. Und dazu eine auch eine iPhone Applikation (kein Affiliate-Link).

Vier Wochen lang habe ich mir ab und an die Designs anderer Menschen angeschaut bis ich eins fand, was meinen Vorstellungen fast entsprach. Das habe ich dann – auch auf dem iPhone – modifiziert.

Der Kauf selber findet nicht auf dem iPhone statt sondern auf der NikeiD-Webseite. Gesagt, getan, und knapp 5 Wochen später kamen die Schuhe an. Unboxing wäre denkbar gewesen, mir hat der Karton gefallen:

Und die Schuhe natürlich auch. Schuhe nach meinen Design-Vorgaben (schade nur, dass das Wetter im Moment so schlecht ist):

Was ist hier nun passiert?
Ich habe 100 Euro ausgegeben, ohne eine Anzeige gesehen zu haben. Möglicherweise habe ich online eine Rezension gesehen, aber wenn ich mich recht entsinne, war es vor allem die prominente Position im App-Store. Das Unternehmen musste nicht 30 Sekunden Fernsehenzeit buchen, keine Anzeigenstrecke buchen, um mich zu erreichen. Mehr noch, ich konnte bequem vom BettSesselBeifahrersitz einkaufen. Mehr noch (wobei das ein Attribut des Produkts ist, nicht unbedingt der App), ich bekomme ein Produkt, mit dem ich zu 100% zufrieden bin, weil ich es selbst designed habe.
Möglicherweise ist dies ein Idealfall, weil Vorteile von Einkauf über das Handy und Vorteile von Custimization sich addieren. Dennoch ist der Werbeeffekt ungleich größer, weil ich mich freiwillig und aktiv nicht nur mit Marke sondern auch direkt dem Produkt auseinandersetze.
Meiner Meinung nach ist die NikeiD iPhone App somit nicht nur Best Case iPhone App wenn es um das Verkaufen geht, sondern auch im Punkt Marken-Experience. Ein Use Case, wo sich andere Firmen gern eine Scheibe abschneiden könnten, insbesondere bei der Optimierung des ROI.
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How to: Amazon Kindle Bücher auf dem iPhone
Posted on 12. Oct, 2009 by Sebastian Keil in Werkzeug/ Spielzeug
Wer mich kennt weiß, dass ich gern und viel lese. Mit großem Interesse verfolge ich daher die Entwicklung von eReadern, den Prozess und Erfolg des Amazon Kindle Readers in den Vereinigten Staaten und jetzt die Ankündigung, dass das Gerät ab 19. Oktober auch in Deutschland erhältlich sein soll.
Seit längerem gibt es im amerikanischen iTunes Store ein Programm mit dem Namen “Kindle for iPhone” (Achtung: Man benötigt US-Konto). Leider konnte man aus Deutschland noch nichts kaufen, auch nicht über amazon.com. Das hat sich jetzt geändert, auch vor dem 19. Oktober, ich habe das mal schnell ausprobiert:
Vorher:

Dann bei amazon.com eingekauft.
Einmal auf “Kaufen” gedrückt geht das sehr schnell:

In der iPhone-Kindle App gerefresht:

Und es kann los gehen:

Man kann auch vom iPhone aus Bücher kaufen, allerdings ist der “Kindle Store” nicht nativ in der Applikation sondern webbasiert – die Kindle-App schließt sich und ein Safari-Fenster wird geöffnet.

Und das war es schon: Amazon Kindle-Funktion auf dem iPhone, man benötigt lediglich ein Amazon-Nutzerkonto und ein Konto für den amerikanischen iTunes-Store.
Wo bin ich? Ortsbasierte Angebote Teil 1: Gowalla
Posted on 07. Oct, 2009 by Sebastian Keil in Werkzeug/ Spielzeug
Immer mehr Handys verfügen über GPS, also die Möglichkeit, den genauen Aufenthaltsort zu bestimmen und z.B. für eine Software zur Verfügung zu stellen. Und selbst ohne GPS können Handys (über die Netzzellen) einigermaßen genau darüber Aufschluss geben, wo der Nutzer gerade ist. Services und Angebote die darauf aufbauen heißen location-based Services, ich nenne dies ortsbasierte Angebote.
Nun gibt es einige Applikationen für das iPhone, die diese Technologie Nutzen, ich möchte zunächst mal auf Gowalla blicken, ein Programm, dass wir auch schon in einer Folge des Kanal 14 Podcasts betrachtet haben. Gowalla deshalb, weil man es im Gegensatz zum direkten Konkurrenten Foursquare in Deutschland bereits nutzen kann. Webseite und iPhone-Applikation sind kostenfrei.
1. Funktion
Gowalla liefert das, was Plazes vor zwei Jahren hätte werden müssen: Eine Übersicht von “Plätzen”, z. B. Kaffees, Schulen, Museen, etc. mit denen man in Interaktion treten kann.
Ist man als erster dort, kann man sie “claimen” und “founden”.
Man kann “einchecken” und Dinge aus seiner virtuellen Tasche ablegen und andere dafür einstecken. Man kann sehen, wer auch schon da war, wann und wie oft. Man sammelt Stempel im virtuellen “Passport” und “Pins”, also Abzeichen für z.B. 10 gegründete Ort.
2. Pluspunkte
Ich finde zwei Dinge hervorragend. Zum einen das Management von Freunden. Man kann diese entweder über Twitter oder über Facebook suchen. Wenn es Übereinstimmungen gibt, d.h. ein neuer Twitter-Follower Gowalla nutzt, man dort aber noch nicht befreundet ist, bekommt man diesen Screen.
Beeindruckenderweise funktioniert dies in Millisekunden, ich kann also 10 Menschen in 2 Sekunden hinzufügen und meine “Spielerfahrung” wird vom Programm nicht gehemmt.
Der zweite Grund warum ich Gowalla gelungen finde ist das Spiel mit den “Items”, den Gegenständen in meiner Tasche.

Wenn ich mich geschickt anstelle, kann diese Nuss durch alle meine Orte wandern. Weiter gedacht reisen diese “Items” um die ganze Welt. Dinge, die ich nicht mehr hergeben möchte kann ich den Safe, den “Vault” legen.
3. Was bedeutet dies für die Kommunikation?
Zum jetztigen Zeitpunkt, also noch mitten im “Landgrab”, würde ich jedem Gastro-Unternehmen raten, mit Gowalla rumzuspielen und sei es nur, um das eigene Geschäft einzutragen. Natürlich, zum jetzigen Zeitpunkt ist die Nutzergruppe noch verschwindend gering, aber so etwas kann sich ja bekanntlich schnell ändern. Und dann geht man vielleicht mal zu dem Laden, der schon online ist.
Weitaus spannender finde ich aber den Gedanken, als Unternehmen mit Gowalla zu kooperieren und eigene “Corporate Items” in Umlauf zu bringen. Aus meiner Sicht auch ein tolles Geschäftsmodell, denn man kann hier wunderbar nach Interaktionen abrechnen. Ich könnte also ein Cola-Flasche bekommen und woanders wieder ablegen. Wo auch immer sie sich befindet, die Flasche würde sichtbar sein. Extrapunkte für Cola, wenn die Flasche im Safe landet.



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