Tipp-Ex YouTube Werbung: Das neue subservient Chicken
Posted on 02. Sep, 2010 by Sebastian Keil in in der freien Wildbahn
Johannes schrieb, “man hört alle in der Agentur den Kopf auf die Tastatur hauen, weil wir hierauf nicht gekommen sind”:
Die neue interaktive YouTube Anzeige von Tipp-Ex, getarnt als Kanal. youtube.com/tippexperience
Eine wirklich schöne Idee, überschaubar in der Umsetzung.
Gelernt: Tipp-Ex heißt auch im Ausland Tipp-Ex.
Frage: Besteht noch genug Verknüpfung zur Marke und zum Produkt, nachdem der Jäger das erste Mal tippext? Wenn ich so rumprobiere mit hugs, photographs, kicks, proposes to, hits on und vielen anderen zum Teil NSFW Kombinationen, denke ich da an Tipp-Ex oder erinnere ich mich in einem Jahr nur noch an ” da war doch das Ding mit dem Jäger und dem Bären.
Dennoch bleibt fest zu halten, dass sich YouTube immer mehr als Werbefläche durchsetzt und Kreative immer neue Wege finden, diese zu nutzen. Zur Erinnerung:
Nintendo:
Die Sache mit dem Spot der ERGO: Werbung muss man auch verstehen
Posted on 27. Aug, 2010 by Sebastian Keil in in der freien Wildbahn, strategisch relevant
Wer nicht weiß worum es geht, dem seien die Artikel von Tapio Liller und Olaf Kolbrück empfohlen. In Kürze: Es gibt Parallelen (durch ERGO als gewollt bestätigt) zwischen dem aktuellen Spot der ERGO Versicherungen und dem Film High-Fidelity.
(Bis die EMI den Clip wieder freigibt, kann man ihn hier gucken)
Beide oben erwähnte Artikel haben jede Menge Kommentare, es geht vor allem darum, ob das High-Fidelity Zitat ein Zitat und ethisch ok ist, oder ob es ein Plagiat ist. Man stellt sich den Kundenbesuch mit dem Mood Board vor (also, die Werbeagentur geht mit der Visualisierung der Idee zu ERGO, die Visualisierung besteht aus Szenen aus High Fidelity), und der Kunde sagt: GENAU SO, bitte.
Ich finde, ein Zitat kann man machen. Allerdings bedeutet das nicht gleich, dass es eine gute Idee ist. Denn es stellt sich die Frage, warum zitieren? Wie passt das Zitat in die Kommunikationsstrategie, die Dachidee, die für den TV-Dreiklang (Spot 1 – High Fidelity, Spot 2 – Momo) hoffentlich vorhanden ist. Ist die Idee dahinter, sich selbst aufs Korn zu nehmen, Selbstironie zu zeigen? Wenn Selbstironie, warum dann so überzeichnet inszenieren, womöglich noch örtliche Gegebenheiten vorgaukeln, weil es vielleicht auf einem Dach billiger ist zu drehen?
Mir scheint jedenfalls, dass hier nicht zu Ende gedacht wurde und dann aufgrund der Reaktionen doch irgendwie die Panik ausbricht. Plötzlich taucht die Leiterin der Presseabteilung auf und kommentiert. Zweimal das gleiche wohlgemerkt. Und abends nach halb neun. Warum nicht früher und warum dann kein echter Dialog? Gibt es passend zur TV-Strategie eine Social Media Strategie? (Ergänzung: Die Antwort findet sich bei Tapio Liller.) Ist man auf kritische Fragen nicht vorbereitet gewesen?
“Versichern heißt verstehen” lautet der aktuelle Claim einer Kampagne, die zumindest für ehemalige Hamburg Mannheimer-Kunden Hr. Kaiser ablösen soll. Ich vermute, dass das, sowohl die Ablösung als auch die beiden neuen Spot, die meisten TV-Gucker nicht verstehen werden.
Update: Kommentar der Werbeagentur: Volle Rückendeckung des Kunden. Herausragend in den Zitaten von Hr. Kolle ist aber, dass er überrascht ist, dass der Spot dem Film so ähnlich sieht, wo doch tatsächlich High Fidelity als Moodfilm und zur Inspiration gedient habe…
Google Street View kommt – zu spät: sightwalk.de ist schon da und kennt uns
Posted on 11. Aug, 2010 by Sebastian Keil in in der freien Wildbahn
Street View ist diese Woche mal wieder DAS Thema, nach dem Google angekündigt hat, demnächst in 20 deutsche Städten zu starten. Viel zu lesen gibt es zu diesem Thema, Spiegel.de, Zeit.de, Sascha Lobo, netzwertig und noch mehr auf rivva. Heute dann hat Stefan Keuchel, Pressesprecher von Google (von mir schon mal für Kanal 14 interviewt), folgenden Tweet geschrieben:
Das habe ich mir natürlich gleich mal angeschaut, natürlich an der eigenen Adresse. Und siehe da, ich bilde mir doch sehr ein, meinen Sohn dort im Fenster zu sehen.
(hier in größer)
Kein Grund für mich, gleich die Polizei zu rufen, ich bin ja auch nicht gegen Street View. Aber ich denke es verdeutlicht Stefans Punkt: Es gibt schon jede Menge Webseiten und Applikationen da draußen, durch die sich der ein oder andere gestört fühlen könnte. Meine erste Frage wäre, warum ist sightwalk.de bisher kein Thema gewesen?
How to: Wie man Facebook Friends-Listen löscht
Posted on 14. Jul, 2010 by Sebastian Keil in in der freien Wildbahn
In Zeiten mit deutlich mehr Freunden auf Facebook habe ich angefangen, diese in Listen zu gruppieren. Für den schnellen Check unterwegs (auf dem iPhone) sehr hilfreich, ebenso für das Handing von Projekten und Jobs. Einige dieser Listen sind inzwischen allerdings überflüssig und ich habe lange gesucht, wo man diese wohl löschen kann – naheliegend unter “Friends” geht dies nämlich nicht…

Irgendwann war der Punkt erreicht, ich habe das Problem gegoogelt und die Lösung gefunden:
“Edit Friends” unter “Account” auf der rechten Seite!

Einmal geklickt werden in der linken Sidebar alle Listen dargestellt und wenn man dort eine auswählt, bekommt man oben, voila, den gewünschten “delelte list”-Button.
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Nigel Sylvester und Gatorade
Posted on 21. Jun, 2010 by Sebastian Keil in in der freien Wildbahn
Gefunden beim MC Winkel, eine Kooperation des BMX-Profi Nigel Sylvester und Gatorade. Sylvester ist wohlgemerkt nicht nur Protagonist der Spots sondern zusammen mit BMX-Filmer Glenn PP Milligan auch Konzepter und Autor.
Ein hervorragendes Beispiel für das Mantra: Content, Content, Content. Zusammengerechnet ist Gatorade vielleicht 30 Sekunden im Bild, die meiste Zeit als wenig aufdringliches Getränk. Diese Videos schaut man sich gern an. Und immer wieder. (Alle drei Videos finden sich auch bei highsnobiety.com.)
Die einzige Kritik die ich anbringen würde, ist die fehlende (oder scheinbar übersehene) Einbindung in eine größere Kampagne, abgesehen von der Listung von Sylvester (und den Videos) als Endorser auf gatorade.com.
Werbung, die schnell ist: Base und Sixt
Posted on 02. Jun, 2010 by Sebastian Keil in in der freien Wildbahn
Manchmal schafft es Werbung, durch das Motiv über die Werbebotschaft hinaus Aufmerksamkeit zu erzeugen, so dass dann über die Kampagne oder das Motiv an sich gesprochen wird.
Zwei Beispiele, die sich aus Bundespräsident Köhlers Rücktritt ergeben haben:
Sixt wirbt mit der mutmaßlichen Kandidatin Ursula von der Leyen
Base integriert den nun “arbeitslosen” Horst Köhler in die Bannerwerbung auf MySpace:
(selbst auf MySpace gesehen)
Während Jung von Matt für Sixt schön öfter so schnell reagiert hat (wobei Berkay anmerkt, dass die von der Leyen-Kampagne schon älter ist), ist es für Base (offenbar betreut von Kolle Rebbe Stefan merkt in den Kommentaren an, dass die Kampagne von add2 aus Düsseldorf ist, leider habe ich dazu noch keinen Link) meines Erachtens das erste Mal. Interessanterweise war Base vorher im Portfolio von JvM…
Update: Von Stefan kommt nun der Link zu einer neuen Nachricht auf der add2-Homepage. Da man leider nicht direkt dorthin linken kann, hier ein Screenshot. Offensichtlich fanden sie sich selbst auch ziemlich schnell







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