Gowalla und Foursquare: Bestandsaufnahme
Posted on 07. Jun, 2010 by Sebastian Keil in Werkzeug/ Spielzeug
Inzwischen (Erster Post, 3-Monats-Update) sind 9 Monate vergangen, seitdem Gowalla und Foursquare den deutschen LBS-Markt betreten haben. Und an mir selbst kann ich eine gewisse Müdigkeit erkennen – eingecheckt wird vor allem wenn es etwas Besonderes ist, besonderer Ort oder Anlass. Nicht jeder Ort wird per iPhone begrüßt, stattdessen wie eigentlich normal Freunde per Umarmung oder Handschlag.
Insbesondere die persönliche seltene Nutzung von Gowalla mache ich an Veränderungen im Programm fest. Ich denke weiterhin, dass Gowalla für Sammler und Foursquare für Jäger ist, allerdings ist Gowalla längst nicht mehr so spendabel mit neuen Items die man finden kann. Dadurch kann man weniger Gegenstände in den Safe legen und noch weniger Orte “founden”. Die zur SXSW vorgestellten neuen Features wie “Fotos einem Ort zu weisen” und “Nachrichten schicken” fand ich hervorragend, nutze sie jedoch in der Praxis höchst selten. Darüber hinaus ist unklar, wie ich als Unternehmen mit Gowalla ins Geschäft kommen kann. Mails an Gowalla diesbezüglich blieben bisher unbeantwortet und darin liegt natürlich ein Schwachpunkt.
Denn der direkte Konkurrent Foursquare ist punkte B2B-Aktionen gefühlt zehn Schritte weiter. Auf der Webseite gibt es einen klaren Mechanismus, wie ich als Unternehmen vorgehen muss, um eine Aktion für mein Unternehmen einzurichten. Vodafone hat das vorgemacht, aktuell belohnt Vapiano die Mayors mit einem kostenlosen Kaffee. Wie wird es nun weitergehen? Wird die Nutzung abnehmen, sobald Qype und/oder Facebook das Einchecken übernehmen? Mein Gefühlt sagt mir, dass abgesehen von Geeks und Marketing-Kollegen (oder beidem) die Verbreitung der Services im homöopathischen Bereich ist und eine Übernahme durch Gelbe Seiten oder ähnliche Firmen steht nun auch nicht bevor.
Wir sehen uns in drei Monaten wieder.
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